1. November 2023
RefLau erfreut über Interesse am Spremberger Kraftwerk der Zukunft
Konstruktive Gespräche auch zum Windpark im Stadtwald geführt
Spremberg. Nach vier Monaten Präsenz im City-Center Spremberg hat die Referenzkraftwerk Lausitz GmbH (RefLau) eine positive Zwischenbilanz ihres Informationsangebotes gezogen. Zahlreiche Gespräche mit Sprembergerinnen und Sprembergern wurden in der Ausstellung geführt und über den Energieträger grünen Wasserstoff und das innovative Kraftwerkskonzept diskutiert. Auch der im Stadtwald geplante Windpark, der das Kraftwerk der Zukunft im Industriepark Schwarze Pumpe direkt mit grüner Energie versorgen soll, wurde zum Thema.
„Wir sind sehr erfreut über das Interesse der Menschen an unserem Vorhaben“, sagt RefLau-Geschäftsführer Ben Schüppel. Die Einladung der Sprembergerinnen und Spremberger in eine Ausstellung im City-Center habe sich als gute Entscheidung herausgestellt. „Viele Gespräche haben wir mit Menschen geführt, die zufällig vorbeikamen und schlicht wissen wollten, worum es hier geht“, so Schüppel. Zu den Besuchern gehörten aber auch angemeldete Kleingruppen, Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung und Interessierte, die ganz konkrete Fragen hatten.
„Das auf grünem Wasserstoff basierende Referenzkraftwerk interessierte neben politisch Verantwortlichen auch Menschen mit einem energiewirtschaftlichen Grundverständnis. Davon gibt es in der Region ja viele“, weiß Schüppel. Bisweilen sei es dabei in die Details des technischen Konzepts gegangen. Fast immer waren die Rahmenbedingungen der Energiewende Gegenstand der Gespräche.
„Immer wieder spielte auch der geplante Windpark im Spremberger Stadtwald eine Rolle“, ergänzt Niels Mocker, Niederlassungsleiter des Unternehmens Energiequelle in Spremberg, das zu den RefLau-Gesellschaftern gehört und den Windpark projektiert. Im Zusammenhang mit diesem Windpark führt die Stadt gerade ein Verfahren zur Änderung des Flächennutzungsplans. Dieses Verfahren hat das Ziel, die schon heute für die Windenergienutzung verfügbare Fläche zu erweitern und damit eine Planung von Windenergieanlagen jenseits dieser Fläche zu verhindern.
„Beim Thema Wind werden die Gespräche oft etwas hitziger“, weiß Mocker aus Erfahrung. Die kontroverse Diskussion um den Windpark in Spremberg sei keine Ausnahme. Umso wichtiger sei es, immer wieder zu betonen, welche Vorteile mit der Produktion von Windstrom neben dem Klimaschutz verbunden sind. „Durch die Pacht und eine im Erneuerbare-Energien-Gesetz geregelte Abgabe spült der Windpark über eine Millionen Euro jedes Jahr in die Spremberger Stadtkasse“, so Mocker. Die Betriebe und Privathaushalte Sprembergs könnten auch direkt profitieren. Geplant sei, den Windpark in einer gemeinsamen Gesellschaft zusammen mit den Städtischen Werken Spremberg zu betreiben. Die Eigenerzeugung ermögliche es den Städtischen Werken, die Stromtarife für ihre Kunden attraktiver zu gestalten.
Auch die Frage „Warum ausgerechnet im Stadtwald?“ wurde nach Auskunft des Spremberger Energiequelle-Chefs immer wieder gestellt. Bei der Planung eines Windparks seien eine Vielzahl von Tabukriterien zu berücksichtigen, erinnert er. Beispielsweise seien Natur-, Landschafts- aber auch Wasserschutzgebiete für die Planung von Windenergieanlagen ausgeschlossen. Ebenso müssten Mindestabstände zu Wohnhäusern eingehalten und artenschutzrechtliche Belange berücksichtigt werden. Unter Beachtung all dieser Prüfkriterien seien verschiedenste alternative Flächen rund um Spremberg gründlich untersucht worden. Im Ergebnis habe sich die Fläche im Stadtwald als diejenige erwiesen, die nur geringe Belastungen mit sich bringt und daher gut geeignet ist, informiert Mocker und fügt hinzu: „Selbst das Landesamt für Umwelt hat bestätigt, dass beispielsweise Konflikte mit geschützten Arten an diesem Standort gering sind.“
Wenn Spremberg ein bedeutender Ort für Energie und Industrie sein will, gebe es keine Alternative zum Ausbau erneuerbarer Energie auch vor Ort, hebt RefLau-Chef Schüppel die Diskussion nochmal auf eine andere Ebene. Aus der Industrie seien die Signale glasklar: „Zukunftsfähige Produktion und damit auch neue Ansiedlungen werden ausschließlich mit einer nachhaltigen Energieversorgung verbunden. Wer die perspektivisch nicht liefern kann, ist aus dem Rennen.“
Auch wenn die Türen im City-Center nun geschlossen bleiben, spricht Ben Schüppel bezüglich der Gespräche mit den Menschen der Region nur von einer „Zwischenbilanz“: „Sowohl Energiequelle als auch wir vom RefLau-Team sind ja weiter am Ort.“ Wer Fragen oder Interesse an einem Gespräch hat, könne sich jederzeit an das Unternehmen Energiequelle in Spremberg, Telefon 03565/9989199 oder E-Mail: lausitz@energiequelle.de, wenden.
Hintergrund:
Das Referenzkraftwerk Lausitz (RefLau) schafft technische Lösungen, die die unterschiedlichen Sektoren Industrie, Verkehr und Wärme mit Hilfe von Wasserstoff und unter ausschließlicher Nutzung erneuerbarer Energien in eine CO2-freie Zukunft führen. Zudem wird es alle Systemdienstleistungen, wie Primär- und Sekundärregelenergie, eines konventionellen Kraftwerkes bereitstellen.
Getragen wird das RefLau von den Gesellschaftern Zweckverband Industriepark Schwarze Pumpe, ENERTRAG und Energiequelle. Die Partner für Forschung und Entwicklung sind das Fraunhofer IEG, die Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) und die Technische Universität Dresden. Das Projekt wird mit rund 28,5 Millionen Euro aus dem Klima- und Transformationsfonds des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz gefördert.

Mit kurzen erläuternden Videos wird die Referenzkraftwerk Lausitz GmbH (RefLau) künftig über das Zukunftsprojekt informieren, dessen Entwicklung sowohl für den Industriepark Schwarze Pumpe als auch für die Energiewende eine große Bedeutung hat. Der Info-Kanal trägt den Titel „RefLau erklärt“ und startet am Donnerstag , 6.Juli 2023. „Mit ‚RefLau erklärt‘ wollen wir uns dem interessierten Publikum noch weiter öffnen. Wer möchte, kann hier erfahren, was sich hinter dem RefLau verbirgt, wer alles beteiligt ist, was wir genau vorhaben und wie wir vorankommen“, sagt Geschäftsführer Ben Schüppel zur Einführung des Info-Kanals. „Die Energiewende zum Erfolg zu führen, ist eine technische Herausforderung. ‚RefLau erklärt‘ wird sich auch diesen Fragen annehmen und zeigen, welchen Beitrag unser Referenzkraftwerk vor Ort im Industriepark, aber auch für das große Ganze leisten kann.“ Die Themenpalette, der sich ‚RefLau erklärt‘ stellen will, ist vielfältig. Unter anderem soll es darum gehen, wie das Kraftwerk eine Dunkelflaute überbrückt, wie es eine Mobilität ohne Verbrennung fossiler Energien ermöglicht, welche Belange bei einem Windpark im Wald zu berücksichtigen sind und in welcher Weise die Industrie im Allgemeinen und der Industriepark Schwarze Pumpe im Besonderen profitieren kann. Zugleich sollen aktuelle Ereignisse wie die Einleitung des Genehmigungsverfahrens eine Rolle spielen. Da das RefLau von insgesamt sechs Unternehmen und Forschungspartnern getragen wird, ist auch für Vielfalt bei den Experten gesorgt. Alle Verbundpartner werden zu Wort kommen und ihren Fachgebieten entsprechend Aspekte des Vorhabens erläutern. Der neue Info-Kanal startet zunächst mit zwei Beiträgen, von denen der eine das Format selbst, der andere das Kraftwerksprojekt in seinen Grundzügen erklärt. Zu finden sind die Beiträge ab Donnerstag, 6.Juli 2023 auf: www.reflau.com/mediathek instagram.com/referenzkraftwerk_lausitz linkedin.com/company/referenzkraftwerk-lausitz youtube.com/@ReferenzkraftwerkLausitz Alle vierzehn Tage soll ein neuer Beitrag veröffentlicht werden. Um keinen Beitrag zu verpassen, kann der Kanal ‚RefLau erklärt“ an den angegebenen Stellen mit einem Klick abonniert werden. Hintergrund: Das Referenzkraftwerk Lausitz (RefLau) schafft technische Lösungen, die die unterschiedlichen Sektoren Industrie, Verkehr und Wärme mit Hilfe von Wasserstoff und unter ausschließlicher Nutzung erneuerbarer Energien in eine CO2-freie Zukunft führen. Zudem wird es alle Systemdienstleistungen, wie Primär- und Sekundärregelenergie, eines konventionellen Kraftwerkes bereitstellen. Getragen wird das RefLau von den Gesellschaftern Zweckverband Industriepark Schwarze Pumpe, Enertrag und Energiequelle. Die Partner für Forschung und Entwicklung sind das Fraunhofer IEG, die Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) und die Technische Universität Dresden. Das Projekt wird mit rund 28,5 Millionen Euro aus dem Klima- und Transformationsfonds des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz gefördert. Ansprechpartner: Ben Schüppel, RefLau-Geschäftsführer, info@reflau.com

Am Mittwoch, 22.Februar, übergab Robert Habeck, Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) der Referenzkraftwerk Lausitz GmbH (RefLau) und dem Forschungskonsortium, bestehend aus der Fraunhofer-Einrichtung für Energieinfrastrukturen und Geothermie IEG (Fraunhofer IEG), der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU Cottbus-Senftenberg) und der Technischen Universität Dresden (TU Dresden) am Industriepark Schwarze Pumpe
einen Bescheid über die Zuwendung von 28,5 Millionen Euro. Das Geld kommt aus dem Klima- und Transformationsfonds (KTF) für das Verbundvorhaben „Reallabor: RefLau – Referenzkraftwerk Lausitz“.
Die Übergabe erfolgte am Unternehmensstandort von RefLau, im Gründer- und Kompetenzzentrum Dock 3 Lausitz.
Der Innovationsbeauftragte Grüner Wasserstoff des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, Dr. Stefan Kaufmann, besuchte Anfang der Woche das Referenzkraftwerk Lausitz (RefLau), um sich vor Ort über die Fortschritte, aber auch die noch zu überwindenden Hindernisse, zu informieren. Das Referenzkraftwerk ist einer der Gewinner des Ideenwettbewerbs „Reallabore der Energiewende“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie und wird von den Projektpartnern Energiequelle, ENERTRAG, dem Zweckverband Industriepark Schwarze Pumpe sowie der Universität Rostock umgesetzt. „Der Hochlauf einer grünen Wasserstoffwirtschaft ist ein Schlüsselelement für ein klimaneutrales Deutschland. Als Innovationsbeauftragter Grüner Wasserstoff verfolge ich die Entwicklung in diesem Themengebiet in unserem Land aufmerksam. Es ist mir wichtig, möglichst nahe an den Umsetzern und Stakeholdern zu sein, die die Umstellung unseres Energiesystems auf erneuerbare Energien und Grünen Wasserstoff erst möglich machen“, so Dr. Stefan Kaufmann. „Das Referenzkraftwerk Lausitz ist ein Leuchtturmprojekt im industriellen Maßstab für die Region und die beiden Länder Brandenburg und Sachsen“, so Gerhard Hänel von der Referenzkraftwerk Lausitz GmbH. „Mit dem Forschungsanteil werden wir ab 2025 erstmalig nachweisen, dass ein H2- Speicherkraftwerk die gleiche Versorgungszuverlässigkeit bietet wie ein konventionelles Kraftwerk.“ „Wir freuen uns, dass sich der Innovationsbeauftragte für grünen Wasserstoff mit uns austauschen konnte. Die Herausforderung des Klimawandels können wir nur gemeinsam angehen. Aber jede Herausforderung bringt auch Chancen mit sich und die Lausitz kann zur Modellregion für erfolgreichen Strukturwandel werden“, so Manuela Blaicher Abteilungsleiterin Power-to-X bei ENERTRAG. Dr. Stefan Kaufmann betont: „Das Referenzkraftwerk Lausitz zeigt, wie es gelingen kann, die vielfältigen Herausforderungen anzugehen. In diesem Projekt werden Lösungen für die im Umbauprozess benötigten Technologien entwickelt. Ich denke hier beispielsweise an die Stromversorgung bei schwankender Verfügbarkeit von Erneuerbaren sowie an die Bereitstellung von Grünem Wasserstoff für Industrie und Verkehr.“ Neben Fragen zur Regulatorik und den Anforderungen an „grünen“ Wasserstoff ging es im gemeinsamen Austausch auch um die Schaffung eines verlässlichen Absatzmarktes. „Als Marktbereiter stehen wir aktuell noch vor Herausforderungen, wie dem erst im Aufbau befindlichen Markt für grünen Wasserstoff und langen Genehmigungszeiten für erneuerbare Erzeugungsanlagen“, so René Just vom Projektpartner Energiequelle. „Daher sind wir froh, dass das Bundesministerium den direkten Austausch mit uns gesucht hat und die genannten Hemmnisse auf dem Weg in eine Wasserstoffwirtschaft bereits identifiziert hat sowie an Lösungen arbeitet.“ Das Bundesministerium hat bei den Themen Erneuerbare Energien und Grüner Wasserstoff bereits frühzeitig die Initiative ergriffen und engagiert sich gemeinsam mit dem Brandenburger Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur für den Strukturwandel in der Lausitz. Derzeit wird beispielsweise der Aufbau eines EnergieInnovationsZentrums an der BTU Cottbus mit dem Fokus Sektorkopplung und digital betriebene Energiesysteme geprüft. Kontakt: Matthias Philippi • Pressesprecher • Tel.: +49 (0)39854 6459748 • matthias.philippi@enertrag.com Bildunterschrift: v.l.n.r.: Dr. Tobias Bischof-Niemz (ENERTRAG), Dr. Stefan Kaufmann (BMBF), Jan Hinrich Glahr (Energiequelle), Manuela Blaicher (ENERTRAG), Manfred Heine (Zweckverband ISP), Gerhard Hänel (RefLau), René Just (Energiequelle), Dr. Peter Agoston (ENERTRAG)
